Olympia
2018 - das Konzept
München, Garmisch-Partenkirchen und
Berchtesgaden
München will olympische Geschichte schreiben und
bewirbt sich um die Ausrichtung der Olympischen
Spiele 2018. Sollte die bayerische Metropole am
6. Juli 2011 vom Internationalen Olympischen
Komitee (IOC) den Zuschlag erhalten, wäre sie
die erste Stadt weltweit, die nach Sommerspielen
(1972) auch Winterspiele ausrichten darf.
Olympischer Dreiklang
Münchens Konzept für die Spiele 2018 basiert auf
drei Standorten und auf einem „magischen Dreieck“.
Sämtliche Eissportwettbewerbe sollen in München
ausgetragen werden, wo sich auch das Olympische
Dorf und das Medienzentrum befinden werden. Die
Skiwettbewerbe sollen in Garmisch-Partenkirchen
stattfinden, die olympischen Bob- und
Rodelkonkurrenzen auf der Piste in Schönau im
Berchtesgadener Land am Königsee.
Deutschland – ein Wintersportland
Was die Sportstätten betrifft, kann sich
Bernhard Schwank, Geschäftsführer der
Bewerbungsgesellschaft „München 2018 GmbH“, also
über „optimale Voraussetzungen“ freuen.
Hinzu kommen weitere, sehr positive Faktoren: „Deutschland
ist ganz klar ein Wintersportland. Nirgendwo ist
die Begeisterung für Wintersport so groß – viele
Deutsche sind aktive Wintersportler und noch
viel mehr verfolgen begeistert die Wettkämpfe
vor dem Fernseher.
Herausragend ist auch unsere Wintersportelite:
Bei den Winterspielen 2006 in Turin war
Deutschland Erster im Medaillenspiegel, bei den
Winterspielen in Vancouver 2010 hat das deutsche
Team einen hervorragenden zweiten Platz in der
Nationen-Wertung belegt.
Merkel und Köhler warben schon bei Rogge
Die Bewerbung Münchens ist längst zu einer Sache
„von nationaler Bedeutung“ geworden, betont
Angela Merkel. Am Rande der Leichtathletik-WM im
August 2009 in Berlin hatte die Bundeskanzlerin
gemeinsam mit Bundespräsident Horst Köhler sehr
persönlich für Olympia 2018 geworben – bei IOC-Präsident
Jacques Rogge.
Ferner wird die Münchener Bewerbung von rund 60
Sport-Botschaftern unterstützt, darunter die
früheren Olympiasieger Dieter Thoma (Skisprung,
1994) und Ulrike Nasse-Meyfarth (Hochsprung,
1972 und 1984).
DOSB-Präsident: München hat gute Chancen
Mitbewerber im Rennen um die Winterspiele 2018
sind die südkoreanische Stadt Pyeongchang und
Annecy in Frankreich. IOC-Vizepräsident Dr.
Thomas Bach, zugleich Präsident des Deutschen
Olympischen Sportbundes (DOSB), erwartet ein
„hartes Bewerbungsrennen“.
Er attestiert München aber gute Chancen. „München
muss für seine Bewerbung auf eigene Stärken
bauen“, erklärt Bach. „Es gibt ein überzeugendes
Konzept, welches alle Argumente für München
herausarbeitet: die Wintersportbegeisterung, die
Zahl der Weltklasseathleten und vor allem die
Nachhaltigkeit der Sportstätten und
Einrichtungen.“
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