Was ist die Schweinegrippe?
Die
Schweinegrippe wird durch einen Influenza-Erreger
vom Subtyp A H1 N1 ausgelöst. Das Schweinegrippe Virus, das
ursprünglich bei Hausschweinen eine akut verlaufende
Atemwegserkrankung verursacht, ist mutiert und kann daher
inzwischen auch Menschen befallen. Möglicherweise haben
sich infizierte Schweine nochmals mit menschlichen oder aviären (Vogel)
Influenza-Viren angesteckt und durch Genaustausch ist die neue, für
den Menschen gefährliche Variante entstanden.
Seit dem 11. Juni 2009 gilt die Schweinegrippe offiziell als
Pandemie und es wurde von der WHO die höchste Warnstufe 6
für die Schweinegrippe ausgerufen. Ausgehend von Südamerika traten
inzwischen in verschiedenen Ländern der Erde Infektionen mit dem
Virus auf. Derzeit hat Deutschland mit über 13.500 die meisten
registrierten Erkrankten europaweit.
Grippepandemien wie die der Schweinegrippe sind keine neuen
Erscheinungen, schon in den Jahren 1918/19, 1957 und 1968
traten weltumspannende Influenzaerkrankungen auf. Auch diese
Grippewellen haben ihr Ende gefunden. Für die derzeitige Grippe ist
der Höhepunkt im kommenden Herbst zu erwarten. In
dieser Zeit sollen voraussichtlich die ersten Impfungen vorgenommen
werden. Zu den Ersten, die gegen die Schweinegrippe geimpft werden
sollen gehören Schwangere, Kranke und Beschäftigte von
Krankenhäusern, Arztpraxen, Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr.
Wie wird der Schweinegrippe Erreger übertragen?
Die Übertragung geschieht durch Tröpfchen-Infektion,
das heißt durch Husten, Niesen oder auch Sprechen. Gelangen die
Viren dabei an die Hände, wird das Virus als Schmierinfektion
übertragen. Vorsicht ist also bei Türklinken, Wasserhähnen oder
Spielzeug geboten.
Besonders anfällig sind Menschen zwischen 15 und 60 Jahren.
Interessant ist, dass ältere Menschen scheinbar einen gewissen
Schutz gegen die Schweinegrippe besitzen.
Was sind die Symptome der Schweinegrippe?
Mögliche Schweinegrippe Symptome
- plötzlicher, schlagartiger Krankheitsbeginn mit hohem Fieber (über
38,5°C)
- Schüttelfrost, Schweißausbrüche
- trockener Reizhusten, Atemnot
- Muskel-, Gelenk- oder Kopfschmerzen
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- allgemeine Schwäche
Die Symptome der Schweinegrippe gleichen der einer normalen
Influenza. Der schlagartige Krankheitsausbruch und
das hohe Fieber sind jedoch sehr prägnant
für die Neue Grippe. Man sollte bei diesen Anzeichen sofort den Arzt
aufsuchen, um einen schweren Krankheitsverlauf der Schweinegrippe zu
vermeiden.
Die Ansteckungszeit beträgt 3 bis 5 Tage, bei Kindern bis zu 7 Tagen.
Besonders schwangere Frauen sollten vorsichtig sein. Sie gehören
voraussichtlich auch zu der Gruppe, die als erste geimpft werden.
Wie kann ich mich vor der Schweinegrippe schützen?
Um
die Ansteckung durch das Virus der Schweinegrippe zu vermeiden,
sollten sie auf eine sorgfältige Händehygiene
achten. Regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife verhindert,
dass sie sich anstecken oder das Virus als Schmierinfektion
weiterverbreitet wird. Bietet sich Ihnen unterwegs nicht die
Möglichkeit Hände zu waschen, macht es Sinn
Desinfektionsspray bei sich zu tragen. Auf jeden Fall
sollten sie ihre Hände vom Gesicht fernhalten, damit der
Schweinegrippe Erreger nicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase
und Mund übergehen kann. Ebenso sollten sie engen Kontakt, wie zum
Beispiel Händeschütteln, Küsschen zur Begrüßung oder
Menschenansammlungen vermeiden.
Die Bedeckung von Mund und Nase verhindert außerdem eine
Tröpfcheninfektion. Dazu eignen sich spezielle Hygienemasken.
Produkte zur Abwehrstärkung und Desinfektion
Wie verhalte ich mich gegenüber mit
Schweinegrippe erkrankten Personen?
Wenn möglich sollten sie den Kontakt zu erkrankten Personen
umgehen. Lässt es sich nicht vermeiden, ist Händehygiene
und das Tragen einer Schutzmaske besonders wichtig. Essen Sie
niemals vom gleichen Besteck, entsorgen Sie benutzte Taschentücher
sofort und achten Sie darauf, den Raum mehrmals am Tag gut zu lüften.
Was kann ich tun, wenn ich selbst an
Schweinegrippe erkrankt bin?
Besonders wichtig ist: Geraten Sie nicht in Panik!
Vorsicht ist zwar geboten, doch verläuft die Schweinegrippe
bisher wie eine normale Grippe und kann mit antiviralen
Medikamenten sehr gut behandelt werden.
Um die Menschen in Ihrer Umgebung nicht zu gefährden, sollten Sie
den Arzt nur telefonisch kontaktieren. Meistens
gibt es spezielle Sprechstundenzeiten für Influenza-Erkrankte.
Versuchen Sie auch sonst den Kontakt, vor allem zu Säuglingen oder
chronisch Kranken zu vermeiden. Tragen Sie eine Schutzmaske, gönnen
Sie sich intensive Bettruhe, keinerlei körperliche Anstrengungen und
nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich.
Bleiben Sie gesund!